Der Physikleistungskurs von Herrn Weh machte sich am 19.02.2026 auf den Weg nach Hamburg. Ziel der Exkursion war das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY), eines der weltweit führendenBeschleunigerzentren.
Da uns dort ein vielfältiges Programm erwartete, das schon früh begann, reisten wir bereits am Donnerstag an. Diesen Tag gestalteten wir als Kurs eigenständig: Nach unserer Ankunft am Hostel fuhren wir zunächst zur Überseebrücke, wo uns ein Escape-Spiel auf der „Cap San Diego“ erwartete. Dafür teilten wir uns in drei Gruppen auf und lösten in kleinen Teams verschiedene Rätsel. Während der Rätsel versuchte eine Gruppe, sich einen Vorteil zu verschaffen, indem sie die Türen zur Brücke verriegelte … Von Erfolg war es jedoch nicht gekrönt, weshalb sie erst 15 Minuten nach der Siegertruppe das Spiel beendete. Im Anschluss hatten wir Freizeit. Während ein Teil des Kurses die Stadt erkundete, machte sich die andere Gruppe auf den Weg zur Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Wie es sich für einen Physikleistungskurs gehört, blieb es natürlich nicht beim bloßen Staunen über die beeindruckende Aussicht, sondern wir stellten uns die Frage Frage „Würde man das Wasser treffen, wenn man von oben hier oben springt?“. Mithilfe unserer physikalischen Kenntnisse wurde die rechnerische Lösung dann Abends beim gemeinsamen Essen im Restaurant gefunden: „Ja, würde man.“ Danach ließen wir den Tag individuell ausklingen.
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Nach dem Frühstück machten wir uns schon gegen 7:30 Uhr auf den Weg zum DESY. Dort wurden wir herzlich empfangen und hörten zunächst einen einführenden Vortrag, ehe wir anschließend in zweier Gruppen abiturrelevante Experimente zur Quantenphysik durchführten, die zum Großteil in der Schule nur in der Theorie durchgenommen werden können. Anschließend stärkten wir uns beim gemeinsamen Mittagessen in der Kantine. Im Anschluss folgte ein weiterer informativer Vortrag zum DESY. Dabei erfuhren wir viel über die Entwicklung des Forschungszentrums sowie über zukünftige Projekte.
Zum Abschluss erhielten wir von Lea und Michael Steder – zwei Physiker*innen, die am DESY Forschen und Arbeiten – eine interessante Führung über einen Teil des großen DESY-Geländes. Wir bekamen Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche und Gebäude, sahen Teile der Beschleunigeranlagen und erfuhren mehr über internationale Kooperationen. Besonders beeindruckend war „Petra 3“ sowie die Vorstellung, dass dort Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt gemeinsam an den fundamentalen Fragen des Universums forschen. Die Exkursion nach Hamburg war für unseren Kurs eine perfekte Mischung aus Spaß, Teamarbeit und hochmoderner Wissenschaft. Der Besuch im DESY hat nicht nur unser Fachwissen vertieft, sondern auch gezeigt, wie spannend Forschung in der Praxis sein kann.
von Annchristin Hörsemann




