Stimmungsvolle Verabschiedungsfeier für einen engagierten Jahrgang
Das ausklingende Schuljahr hatte mit der feierlichen Verabschiedung der Abiturientia 2026 unbestritten einen Höhepunkt im Kalender des Gymnasiums Bad Essen zu bieten. Selbst hochsommerliche Temperaturen taten der besonders festlichen und zum Teil auch emotionalen Stimmung sowohl beim Abiturgottesdienst in der Nikolaikirche als auch während des Festprogramms im großen Forum der Schule keinen Abbruch.
Der Tag, an dem die 75 Abiturient*innen des GBE aus den Händen ihrer Tutor*innen ihre Zeugnisse entgegennahmen, war gespickt mit wohlwollenden Botschaften und herzlichen Glück- und Segenswünschen und mit Blick auf die zurückliegenden Jahre mit der Erkenntnis, dass es vor allem die uns begleitenden Menschen sowie einzelne Momente sind, die aus dem Leben etwas Besonderes werden lassen. Dass die Zeit am Gymnasium Bad Essen für die Abiturient*innen reich an Begegnungen und besonderen Momenten und damit für den weiteren Lebensweg prägend gewesen war, wurde in allen Redebeiträgen des Tages, vor allem im Rahmen des Abiturgottesdienstes beim Rückblick auf die gemeinsame „Heldenreise“ hervorgehoben. Diesen bewegenden Start in den Tag hatte Religionslehrerin Kirsten Rabe gemeinsam mit einem engagierten Team des dreizehnten Jahrgangs vorbereitet.

Jahrgangskoordinator Carsten Wieneke begrüßte die Besucher*innen der Verabschiedungsfeier zunächst mit einer musikalischen Botschaft, indem er in Gitarrenbegleitung Lars Reichows Song „Wer von euch?“ vortrug: ein Appell an Mut, Zuversicht und gesellschaftliche Teilhabe.

Dieses Thema griff auch Schulleiter Christian Rinné im Rahmen seines Festvortrags auf, in dem er den Lebensweg der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer skizzierte und angesichts besorgniserregender politisch-gesellschaftlicher Entwicklungen ihre zentrale Botschaft an die jüngere Generation im ermutigenden Sinne herausstellte: „Seid Menschen!“ Allerdings müsse einem – so sein Credo – in Kenntnis der besonderen Persönlichkeiten des Abiturjahrgangs nicht bange sein: „Sie sind reif. Sie besitzen nicht nur die erforderliche Energie, sondern auch das notwendige Rüstzeug, um als mündige und verantwortungsbewusste Bürger*innen auszuschwärmen, Ihr Leben sowie die Gesellschaft aktiv zu gestalten, eben nicht als reine Befehlsempfänger zu agieren, ihre Umgebung bewusst wahrzunehmen, empathisch zu sein, nicht wegzuschauen, sondern Ungerechtigkeiten und Sprücheklopfern selbstbewusst entgegenzutreten, ja, im besten Sinne Mensch zu sein und Menschlichkeit walten zu lassen, Ihr Leben in diesem Sinne zu machen.“

Zuvor hatte sich die Landrätin des Landkreises Osnabrück, Anna Kebschull, an die Absolvent*innen gerichtet und dabei nicht nur die beachtlichen schulischen Leistungen, sondern ebenfalls die durch das tägliche Miteinander erworbenen sozialen Kompetenzen aller nun ehemaligen Schüler*innen hervorgehoben, die vielfältige Zukunftswege sowohl in der Region als auch in der großen weiten Welt eröffneten.

Stolz, dankbar und zuversichtlich, aber in Teilen auch etwas wehmütig fiel die Bilanz der Jahrgangssprecher*innen Sophie Jungmann, Emma Haukap und Julian Loos-Vogt aus, die nicht nur anekdotenhaft auf ihre neunjährige Zeit am GBE zurückblickten, sondern getreu ihrem Abiturmotto „Ab(i)ee – Wir schwären aus“ ihrer Schule eine Holzskulptur in Form einer Biene sowie eine Namensplakette überließen, „damit ihr uns alle in guter Erinnerung behaltet“.

Gleichermaßen tiefgründig sowie humorvoll widmete sich Dr. Guido Lüke aus Elternsicht sowohl alltäglichen als auch besonderen Momenten der Schulzeit der Abiturient*innen, denen nun alle Wege offenständen, um gehegte Pläne umzusetzen oder sich einfach nur auszuprobieren. Egal wie diese Wege verliefen, stehe jedenfalls fest, dass man sich immer und jederzeit auf die Unterstützung der Eltern verlassen könne.
Mit der Ehrung besonderer Leistungen in einzelnen Prüfungsfächern und herausragendem sozialen Engagements fand letztlich die Feier mit der Aushändigung der Abiturzeugnisse ihren Höhepunkt. Mit ihren musikalischen Beiträgen trugen sowohl der Schulchor des Gymnasiums Bad Essen unter Leitung von Timm Hartmann als auch der Abiturient Timm Hagen am Piano sowie der Männerchor des Abiturjahrgang 2026 unter Regie von Tobias Weh zum Gelingen der Veranstaltung bei.













