Ein halbes Jahr ins englischsprachige Ausland

Drei Schülerinnen aus Jahrgang 11 planen einen halbjährigen Auslandsaufenthalt

Ein Auslandsaufenthalt während der Schulzeit ist für viele Schüler*innen ein großer Traum. Drei Schülerinnen unserer Schule, nämlich Hannah, Line und Sisan aus dem Jahrgang 11, haben sich dazu entschieden, für ein halbes Jahr ins Ausland zu gehen, und haben auf verschiedene Fragen ihrer Mitschüler*innen bezüglich ihrer Motivation, ihrer Erwartungen und Erfahrungen vor der Abreise Antwort gegeben.

Der Entschluss fürs Ausland

Der Wunsch, ins Ausland zu gehen, entstand bei allen drei Schülerinnen durch verschiedene Einflüsse: Schulveranstaltungen mit Austauschorganisationen, Gespräche mit Freundinnen und Berichte anderer Austauschschüler*innen. Die Idee entwickelte sich über längere Zeit (bis zu 1 ½ Jahren), bis schließlich die Entscheidung fiel: Alle drei wollten ganz bewusst kein ganzes Jahr ins Ausland, denn der Abstand zu Familie und Freunden wäre ihnen zu groß gewesen. Außerdem wollten sie die Schule nicht zu lange unterbrechen. Ein kürzerer Aufenthalt erschien ihnen jedoch zu kurz, um sich wirklich im Gastland und in Familien und Schulen einzuleben. Deshalb entschieden sie sich für einen Aufenthalt von einem halben Jahr.

Die Wahl des Gastlandes

Line und Sisan zieht es nach Kanada. Ausschlaggebend waren für sie die Kombination aus beeindruckender Natur und modernen Städten sowie das dem US-amerikanischen ähnliche Highschool-System. Die USA kamen aufgrund der politischen Lage nicht infrage.

Hannah entschied sich für Irland, das sie aus einem Bauchgefühl heraus gewählt hat. Insbesondere aber überzeugten sie die Landschaft, die Kultur und die als herzlich beschriebenen Menschen. Zudem spielte hier der Wunsch eine Rolle, ein weniger typisches Austauschland zu wählen.

Zwischen Vorfreude und Unsicherheit

Die drei Elftklässlerinnen berichten in diesem Zusammenhang auch von unterschiedlichen Reaktionen seitens ihrer Eltern, die zum Teil zunächst durchaus skeptisch und besorgt waren, schließlich aber ihre Kinder voll in ihren Entschlüssen unterstützen konnten, auch wenn der Abschied nicht leichtfallen würde. Doch auch die drei Schülerinnen selbst begleiten Aufregung, Unsicherheit und durchaus etwas Angst vor diesem Schritt, denn die große Entfernung, das Leben bei einer fremden Gastfamilie, „die man nicht kennt, außer durch ein Telefongespräch und ein paar Nachrichten“ (Sisan), und das Sprechen einer anderen Sprache bedeuten eine erhebliche Herausforderung. Gleichzeitig überwiegt die Vorfreude auf neue Erfahrungen, neue Freundschaften und persönliche Weiterentwicklung. „Aber ich freue mich trotzdem darauf, was ich dort erlebe“, klingt Sisan zuversichtlich. Genauso geht es Line, wenn sie an ihren kommenden Aufenthalt denkt: Man „[muss] die ganze Zeit Englisch sprechen, weil dich sonst keiner versteht. Ich kann aber sagen, seit ich das erste Mal mit meiner Gastfamilie telefoniert habe, ist meine Angst weniger geworden.“ Und auch Hannah sieht ihre Situation ähnlich: „Ich glaube, wenn man alleine weggeht, hat man immer vor allem Möglichen Angst, vor allem, wenn man kurz davorsteht.“

Der Weg ins Gastland

Die Anreise unterscheidet sich je nach Zielland stark. Während der Flug nach Irland nur knapp zwei Stunden dauert, müssen die Kanada-Austauschschülerinnen lange Flugzeiten und Umstiege in Kauf nehmen. Teilweise gehören Einführungsprogramme zur Anreise. Am Ziel werden alle von ihrer Gastfamilie oder der Partnerorganisation abgeholt.

Erwartungen an den Aufenthalt

Alle drei hoffen auf unvergessliche Erlebnisse, neue Freundschaften und eine deutliche Verbesserung ihrer Englischkenntnisse. Besonders wichtig ist ihnen ein gutes Verhältnis zur Gastfamilie und die Chance, sich persönlich weiterzuentwickeln.

Wir wünschen unseren drei (Mit-)Schülerinnen ganz viel Glück und tolle Erfahrungen und Erlebnisse in ihren Zielländern und mit ihren Gastfamilien!

(Zusammenfassung der Antworten von Sisan Aubke, Hannah Freidank und Line Kuhlenkasper auf Interviewfragen ihrer Mitschüler*innen aus der 11 FL1 durch die Klassenlehrerin Heike Lahrmann)